• 23.10.17

    Eiermarktkommentar KW 43/2017

    Fipronil Thematik schwächt europäische Eigenversorgung

     

    Anfangs waren nur Belgien und die Niederlande durch die Fipronil-Thematik betroffen. In weiterer Folge kam Deutschland dazu, da dort nur etwa 70% des Bedarfes gedeckt werden können und der Großteil aus den Niederlanden und Polen importiert wird. Mittlerweile hat sich die Thematik auf ganz Europa ausgeweitet, da in Exportländern mit großer Produktion wie Italien und Polen ebenfalls Fipronil in den Eiern nachgewiesen wurde. Es ist davon auszugehen, dass Europa Eier aus Drittländern importieren wird, um den Bedarf decken zu können.

    Auf Grund des herbstlichen Wetters und der kommenden Feiertage rechnen Marktexperten mit einer weiteren Nachfragebelebung. Aktionen der Diskonter und der jahreszeitlich bedingte Beginn der privaten Backsaison in den nächsten Wochen beleben den Markt zusätzlich. Obwohl das Angebot in Österreich hoch ist, wird es durch die Fipronil-Thematik zunehmend knapper, da die verarbeitende Industrie vermehrt zu heimischer Ware greift. Dadurch zeigen die Preise bei Frischeiern und Verarbeitungsware in allen Haltungsformen nach oben.