• 04.01.21

    Eiermarkt Jahresrückblick 2020

    Auf und Ab durch Corona

    Ab März 2020 war auch der Eiermarkt von den Corona-Beschränkungen betroffen. Besonders unter Druck geraten sind Eier aus Bodenhaltung, da der zweitwichtigste Absatzkanal (ca. 30 %) Gastronomie, Hotellerie und Tourismus plötzlich weggefallen ist. 

    Der Außer-Haus-Konsum wurde massiv eingeschränkt, und immer öfter wurden die Mahlzeiten daheim zubereitet. Dabei wurden deutliche Verschiebungen der Nachfrage von Eiern aus Bodenhaltung zu Eiern aus  Freiland- und Biohaltung festgestellt. Aber auch der zu dieser Zeit höhere Bedarf des LEH konnte diese Verluste nicht ausgleichen.

     In den Sommerwochen hat sich die Lage wieder beruhigt, und die Nachfrage über den LEH konnte als saisonüblich bezeichnet werden. In den Tourismusgebieten verlief der Absatz regional sehr unterschiedlich. Der bessere Absatz in den traditionellen Tourismusregionen konnte die verhaltene Nachfrage in den Städten nicht ausgleichen.

    Weitere restriktive Corona-Maßnahmen im Herbst mit massiven Einschränkungen des Außer-Haus-Verzehrs führten zu einem wesentlich geringeren Bedarf an Flüssig- und Trockenei. Das führte dazu, dass die  Preissituation bei Industrieware europaweit unter Druck geraten ist. Das Preisniveau liegt deutlich unter dem des Vorjahres.

    Die europaweite Ausbreitung der Vogelgrippe mit entsprechenden Verschärfungen der  Biosicherheitsmaßnahmen und verordneter Stallpflicht in Risikogebieten gegen Jahresende belastete die Eierproduzenten zusätzlich. Inwieweit sich die Keulungen großer Legehennenbestände europaweit auswirken werden, ist schwer einzuschätzen.