• 13.10.17

    EZG Frischei: Pressemitteilung zum Welteitag 2017

    Die österreichischen Eierbauern produzieren bereits seit langem zu den strengsten Tierschutz- und Umweltauflagen Europas. Die hohen Qualitätsvorgaben (AMA Gütesiegel, Tiergesundheitsprogramm), Transparenz (Einzeleikennzeichnung, Rückverfolgbarkeit) und ein kontinuierliches unabhängiges Kontrollsystem bieten dem Kunden und Konsumenten größtmögliche Sicherheit beim Verzehr heimischer Frischeier.

    Qualität: Das einzigartige Österreichpaket

    Überhaupt hat das Ei in Österreich in den letzten Jahren eine rasante Qualitätsentwicklung durchgemacht: von einem No-Name Produkt hin zum Lebensmittel mit Rückverfolgbarkeit bis in den Stall.

    AMA – Gütesiegel

    Da Vertrauen bekanntlich zwar gut, Kontrolle aber besser ist, wurden in Österreich in den vergangenen Jahren auch die Kontrollmechanismen in der Eierbranche ständig weiterentwickelt. Im Rahmen des AMA - Gütesiegels haben Konsumenten größtmögliche Sicherheit durch Richtlinien, die noch weit über die vorgeschriebenen Gesetze hinausgehen. Regelmäßig werden Stall, Kot der Tiere, Eierlagerraum und Futtermittel untersucht. Außerdem kann jedes Ei mittels der Kennzeichnung bis zum Legehennenbetrieb zurückverfolgt werden.

    Gentechnikfreie Donausojafuttermittel

    Seit 2010 werden alle Legehennen, die Eier für den österreichischen Lebensmittelhandel legen, gentechnikfrei gefüttert, seit 2013 erhalten sie sogar nur mehr Soja aus dem europäischen Donauraum (Donau Soja). Das schont die Umwelt (niedriger CO2-Fußabdruck).

    Zum Wohl der Leghennen: Die Schnabelspitzen bleiben, wo sie hingehören

    Österreich ist schon seit Jahren Vorreiter in Sachen Tierschutz in Europa. So ist das Kupieren bzw. Stutzen der empfindlichen Schnabelspitzen unseres Federviehs in Österreich schon lange kein Thema mehr. Auch das Verbot konventioneller Käfighaltung hat Österreich bereits 2009, also drei Jahre früher als die meisten EU-Mitgliedsstaaten, erfolgreich umgesetzt.

    Bio geht noch einen Schritt weiter

    Da in der Eiproduktion auf Grund des hohen Bedarfes an Eiern auf hohe Leistung gezüchtete Legehennen verwendet werden, wurden bis dato die Brüder dieser Legehennen nicht aufgezogen, da sie keine Eier legen und die Mast der Tiere unwirtschaftlich ist.

    Das Bioprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig keine Hahnenküken im Rahmen der Eiproduktion zu töten. Die Hähne werden 8-10 Wochen aufgezogen, bis sie etwa 1 kg Lebendgewicht erreichen und das Fleisch wird für den menschlichen Verzehr verwendet.

    Packstellen: DER Härtetest für jedes Ei

    Wer wirklich auf Nummer Sicher gehen will, der wählt ein Ei, das zusätzlich von einer Packstelle auf Herz und Nieren geprüft worden ist. Denn die Packstellen sorgen durch den Einsatz von modernsten Schmutz-, Knick- Bruch- und Blutfleckendetektoren und eine Oberflächenentkeimung für maximale Sicherheit, bevor die Eier nach Gewichtsklassen sortiert und verpackt werden.

    Lebensmittelskandale als Chance für die heimische Produktion?

    „Den Fipronil-Skandal sehen wir auch als Chance für die Österreichischen Eierbauern.“ meint Benjamin Guggenberger, Geschäftsführer der EZG Frischei. „Sie waren nicht unmittelbar betroffen, die preissensible Gastronomie, die sich mit billiger importierter Ware versorgt, hingegen schon. „Daher“, so zeigt er sich optimistisch, „hoffen wir, dass die Gastronomie langsam anfängt, umzudenken, und in Zukunft zu hochqualitativer österreichischer Ware greift“. Die steht in ausreichender Menge zur Verfügung, und das gilt nicht nur für Frischeier, auch Flüssig- und Trockenei ist vorhanden. Sogar in AMA-Gütesiegel-Qualität.

    „Ausgezeichnete Produkte verdienen auch eine Auszeichnung“, so Gf Guggenberger, „daher appellieren wir an alle, die unsere hochqualitativen Eier und Eiprodukte verwenden, doch die Chance zu ergreifen und ihre Endprodukte „auszuzeichnen“, damit die Kunden sie auch finden.

     

    Verbesserung des Europäisches Schnellwarnsystems

     

    Der Fipronil-Skandal hat einmal mehr gezeigt, dass es notwendig ist, über die Verbesserung der nationalen und internationalen Frühwarnsysteme nachzudenken. Derzeit wird auf EU-Ebene über eine Optimierung des Europäischen Schnellwarnsystems Rapid Alert System for Food and Feed, RASFF) diskutiert. Es sollen auch nationale Ansprechpartner für Lebensmittelsicherheit ernannt werden, um die Kommunikation zu verbessern. Außerdem soll die Kluft zwischen dem EU-Warnsystem zur Lebensmittelsicherheit und dem EU-System zur administrativen Unterstützung und Kooperation (AAC) besser überbrückt werden.

    Wochenlang füllte der Fipronil - Skandal das Sommerloch in ganz Europa. Einmal mehr entbrannten allerorts hitzige Diskussionen über Tierhaltung zur Lebensmittel-produktion im Allgemeinen und Lebensmittelsicherheit im Besonderen. Die österreichische Eierproduktion war vom Skandal nicht betroffen, und viele Konsumenten und Verarbeiter wendeten sich daher vermehrt heimischen Produkten zu.