• 07.10.19

    Pressemitteilung zum Welteitag am 11. Oktober: Österreich ist Vorreiter in der EU

    Ein typisch österreichischer Betrieb

     

    Franz Kirchweger leitet einen typisch österreichischen Betrieb: Schweinemast, Ferkelerzeugung und etwa 7.800 Legehennen in Bodenhaltung sorgen für die wirtschaftliche Absicherung.  „Die Kosten für die Umstellung auf Bodenhaltung, weniger Legehennen und der Preisdruck aus dem Ausland, das alles bescherte mir schon so manche schlaflose Nacht“, gibt Franz Kirchweger zu. Doch Lamentieren war nie seine Sache, und so hat er in den Umbau ca. 150.000 € investiert und es bis heute nicht bereut. „Wenn ich es baulich umsetzen könnte, würde ich wahrscheinlich sogar dem Trend in Richtung Freilandhaltung entsprechen“, schmunzelt Herr Kirchweger.

     

    Österreich Vorreiter beim Tierschutz

    Bereits beim Verbot der konventionellen Käfighaltung war Österreich mit der Umsetzung ab 01.01.2009 Vorreiter, die EU Länder haben das (ausgenommen Deutschland 2010) erst 2012 umgesetzt. Nun sind in Österreich auch die ausgestalteten Käfige, die aus Sicht des Tierschutzes nur wenig besser sind als die konventionellen, ausnahmslos verboten. Leider sieht das in den EU-Ländern noch anders aus: „Hier wird immer noch mehr als die Hälfte der 390 Millionen Legehennen in solchen Käfigen gehalten“, bedauert Herr Kirchweger.

     

    Mit dem Österreichpaket auf der sicheren Seite

     

    Die Betriebe werden jährlich im AMA-Gütesiegel-Programm, das über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgeht, kontrolliert und sind Mitglieder beim Österreichischen Geflügelgesundheitsdienst. Die österreichischen Legehennenhalter produzieren nach den strengsten Umwelt- und Tierschutzrichtlinien Europas. So ist z.B. das Stutzen der empfindlichen Schnäbel verboten. BIO geht sogar noch einen Schritt weiter und zieht die Brüder der Legehennen auf, hier steht die Ethik über der Wirtschaftlichkeit.

    Den Konsumenten wird ein höchstmögliches Maß an Produktsicherheit garantiert. Die Eierdatenbank, in der jeder mit dem Eiercode die Herkunft des Eis herausfinden kann, bietet maximale Transparenz. Das gilt natürlich nur für Eier, die im Rahmen des AMA-Gütesiegels erzeugt werden.

    Donausoja für Österreichs Legehennen

     

    Mit Ende 2010 hat sich die Eierbranche dazu entschlossen, ausschließlich gentechnikfreien Soja zu verfüttern. Ende 2013 gingen die heimischen Eierproduzenten noch einen Schritt weiter: ab diesem Zeitpunkt wird ausschließlich gentechnikfreies Soja aus Europa verfüttert: „Donausoja“. „Das schont zum einen die Wälder in den Sojahauptanbaugebieten Südamerikas und zum anderen die Umwelt, indem die Transporte über weite Strecken für das Hennenfutter nicht mehr notwendig sind“, freut sich Franz Kirchweger.

    Was wünschen sich die Eierproduzenten?

    Franz Kirchweger appelliert an alle Konsumenten, zum heimisch erzeugten Ei zu greifen: „Wir schauen schon bei der Erzeugung der Eier auf die Umwelt und daher setze ich mich auch als Konsument für einen bewussten Umgang im wertvollen Lebensmitteln ein; regional kaufen schont unser Klima“, geht er mit gutem Beispiel voran. Ein weiterer Schritt ist die Kennzeichnung, Franz Kirchweger sieht es sogar als Auszeichnung, in verarbeiteten Produkten, denn ein Ei aus Österreich braucht sich nun wirklich nicht zu verstecken.

    Franz Kirchweger, Eierproduzent aus Aschbach und Obmann der Österreichischen Frischeiererzeuger, ist stolz auf das hohe Tierschutzniveau und die Nachhaltigkeit in der heimischen Eiproduktion   Franz Kirchweger, Obmann des Vereins der österreichischen Frischeiererzeuger, zieht Bilanz: vor zehn Jahren wurde das Verbot der konventionellen Käfighaltung umgesetzt und Ende des Jahres verlässt die letzte Henne den ausgestalteten Käfig. Zudem produziert Österreich Dank Donausoja die klimafreundlichsten Eier Europas. Wie sieht der EZG Frischei Produzent die enorme Entwicklung der letzten Jahre?