• 09.03.16

    Pressemitteilung zu Ostern, 09.03.2016

    AMA-Qualitätsmanager Martin Greßl, Robert Wieser (Obmann ZAG), LK-Präsident Hermann Schultes und Franz Kirchweger (Obmann der EZG Frischei) machen auf die Vorzüge des rot-weiß-roten Ostereis aufmerksam. Fotocredit: AMA/APA/Schedl

    Der Osterhase bringt’s:  Das Österreichpaket 

    Die freiwillige Teilnahme an Qualitätsprogrammen, die über die gesetzlichen Standards weit hinausgehen, sichert die im EU Vergleich kleinstrukturierte bäuerliche Struktur der heimischen Eierproduktion. Sie bietet den Tieren beste Lebensbedingungen, schont die Umwelt und gibt dadurch dem Konsumenten in einem einzigartigen „Österreichpaket“ größtmögliche Sicherheit. Klar ist, dass Produkte, die so hohen Ansprüchen gerecht werden, auch ihren Preis haben. Und dieser ist nicht mit dem in anderen EU-Ländern vergleichbar. Denn hervorragende Qualität gibt’s leider nicht zum Nulltarif.

    Das Wohl der Leghennen liegt uns am Herzen: Die Schnabelspitzen bleiben, wo sie hingehören ... Ein weiser Spruch sagt: „Geht’s seinen Tieren gut, geht’s dem Bauern gut und geht’s dem Bauern gut, geht’s uns allen gut.“ In diesem Sinne ist Österreich schon seit Jahren Vorreiter in Sachen Tierschutz in Europa. So ist, was in Deutschland gerade heftig diskutiert wird, in Österreich schon lange kein Thema mehr, nämlich das Kupieren bzw. Stutzen der empfindlichen Schnabelspitzen unseres Federviehs. Auch das Verbot konventioneller Käfighaltung hat Österreich bereits 2009, also drei Jahre früher als die meisten EU-Mitgliedsstaaten, erfolgreich umgesetzt.

    Donausoja: Gentechnikfrei aus Europa schont das Klima

    In Punkto Klimaschutz wurde bereits vor über fünf Jahren Geschichte geschrieben. Denn seit August 2010 erhalten alle österreichischen Legehennen, deren Eier im LEH erhältlich sind, gentechnikfreies Futter. Ein weiterer Meilenstein wurde im November 2013 gesetzt. Seit diesem Zeitpunkt stammt Soja ausschließlich aus Europa. So werden weite Transportwege vermieden und der Co2 Fußabdruck reduziert. Mit dem Griff zu österreichischen Eiern kann also jeder etwas für das Klima tun.

    AMA Gütesiegel + Tiergesundheitsdienst + Eierdatenbank = Sicherheit für Konsumenten

    Da Vertrauen bekanntlich zwar gut, Kontrolle aber besser ist, wurden in Österreich in den vergangenen Jahren die Kontrollmechanismen in der Eierbranche ständig weiterentwickelt.

     Im Rahmen des AMA - Gütesiegels haben Konsumenten größtmögliche Sicherheit durch Richtlinien, die noch weit über die vorgeschriebenen Gesetze hinausgehen. Regelmäßig werden Stall, Kot der Tiere, Eierlagerraum und Futtermittel untersucht. 

    Vom Tiergesundheitsdienst werden sämtliche Probennahmen gespeichert. Im Falle eines positiven Befundes wird der betreffende Betrieb sofort gesperrt und weitere Maßnahmen angeordnet.

    Durch die Österreichische Eierdatenbank kann nicht nur die Herkunft eines Eis bis zum Erzeugerbetrieb verfolgt werden, sondern es werden sämtliche Mengenflüsse aufgezeichnet, wodurch die Herkunft abgesichert wird.

    Auch im Biobereich ist Österreich Vorreiter: Die Hähne dürfen leben

    Nicht nur, was die Anzahl der Biobetriebe betrifft, ist Österreich an der Spitze Europas zu finden: Mit Anfang dieses Jahres startete ein revolutionäres Projekt. Die Brüder der Biolegehennen dürfen leben und werden aufgezogen, auch wenn diese Maßnahme die Produktionskosten der Bioeierproduzenten natürlich um einiges erhöht. 

    "Wir freuen uns jedenfalls, dass wir nun anspruchsvollen Bio-Eierkonsumenten dieses besondere Angebot machen zu können. Wir müssen aber abwarten, ob sich die aus diesem Projekt ergebenden Mehrkosten pro Ei auch am Markt umsetzen lassen. Nur dann hat dieses Projekt mittelfristig und langfristig eine Chance am Markt", erklärt Franz Kirchweger, Obmann der Österreichischen Frischeier Erzeugergemeinschaft.

    Österreich im Vergleich zur EU:  Faire Preise für Qualität gefordert

    Klar ist, dass die Produktionskosten der österreichischen Eierzeugung auf Grund der strengen Vorgaben in Punkto Tier-, Klima- Umwelt- und Konsumentenschutz nicht mit denen in anderen EU-Ländern vergleichbar sind. 

    Nur, wenn diese auch durch höhere Produktpreise abgegolten werden, hat die im EU Vergleich klein strukturierte österreichische Landwirtschaft auch weiterhin eine Chance, denn hervorragende Qualität gibt’s leider nicht zum Nulltarif.